Die richtige LED wählen, aber wie?

Vor allem keine LED 6500 K!

Spektrum

Jedes Licht definiert sich über sein Spektrum. Das Spektrum des natürlichen Tageslichts ist durch seine Gleichmäßigkeit gekennzeichnet: Das D65-Tageslicht enthält, einfach ausgedrückt, alle Farben in mehr oder weniger gleichen Anteilen. Bei diesem natürlichen Lichtspektrum funktionieren das Auge und der Körper optimal. D65 ist der normative Ausdruck für natürliches Licht.

Jede Farbe des sichtbaren Spektrums hat eine bestimmte Wirkung auf den menschlichen Körper: – In hohen Dosen oder häufig, sind HEV-Blautöne für das Auge toxisch(AMD). – Cyanfarben regulieren den Schlaf-/Wach-Zyklus und das Gedächtnis. – Gelb und Rot regulieren unseren Biorhythmus in Abhängigkeit von der Tagesdauer (zirkadianer Rhythmus). Bei einem Spektrum, das zu stark vom natürlichen Tageslicht D65 abweicht, werden Farben nicht mehr richtig erkannt.

Das Spektrum der LED 6500 K ist durch eine starke HEV-Blauspitze, Lücken im Cyan, zu wenig Gelbgrün und die Abwesenheit von Rot gekennzeichnet. Konkret bedeutet dies: – Der Blauanteil ist viel zu hoch, was für die Augen toxisch ist. Daher die Warnungen von ANSM und INSERM (AMD, Linsentrübung). – Die Lücke im Cyan beeinflusst den Schlaf-/Wach-Rhythmus und die Gedächtnisfunktion. – Die fehlenden anderen Farben deregulieren unseren zirkadianen Rhythmus. Daher die Warnungen bzgl. der Beeinträchtigung der Schlafqualität durch LED-Bildschirme.

Die Verwendung von LED 6500 K ist demzufolge zu verbieten (Deckenleuchten, OP-Lampen, Lupen, Mikroskope usw.)  

Risiken und Lösungen

Der Lampenmarkt steht am Beginn tiefgreifender Umwälzungen, die mit Änderungen von Gesetzen und Normen im Zusammenhang mit dem Umweltschutz stehen. Aus dem Inkrafttreten neuer Gesetze in Frankreich zur Umsetzung der europäischen Richtlinien 2009/44 & 45 ergibt sich die Notwendigkeit des Ersatzes der Halogen-OP-Lampen und schrittweise von Deckenleuchten, die mit Leuchtstofflampen ausgestattet sind.

An deren Stelle tritt die LED, die zur Norm wird. Allerdings senden die meisten marktgängigen LEDs ein Licht mit 6500 K mit starker Blauspitze, um einen Tageslichteffekt zu vermitteln. Das Problem dabei ist, dass lediglich ein Eindruck davon vorgespiegelt wird. Der Nutzer merkt nicht, dass das erzeugte Licht ungeeignet ist, dass es seine Gesundheit gefährdet und die Anforderungen in der Zahnarztpraxis nicht erfüllt. Daraus ergeben sich drei Arten von Problemen, vor allem für Zahnärzte, die 2.000 Stunden im Jahr bei künstlichem Licht mit hoher Lichtstärke arbeiten, das auf weißen Flächen reflektiert:

  • Gesundheitsrisiken, vor allem für die Augen (AMD, Katarakt usw.), was wir seit 2010 immer wieder betonen und die verbunden sind mit:
    • der Leuchtdichte (extreme Brillanz) der LED,
    • der starken Blauspitze in ihrem Spektrum,
    • der kumulativen Wirkung: die verursachten Schäden sind irreversibel und zur kumulierten Expositionszeit proportional,
  • eine beschleunigte Polymerisation der orthodontischen Komposite und Kleber (störend bei der Behandlung),
  • Schwierigkeiten bei der richtigen Farbauswahl.

Diese Risiken können jedoch durch Beeinflussung der Blauspitze und der Spektralkurve der LED vermieden werden:

  • mit der komplexen LED-Technologie (D65-Zertifizierung): Das Ergebnis ist perfekt, da das natürliche Tageslicht exakt nachgebildet wird (exklusive Degré K-Technologie),
  • mit der Biphosphor-LED-Technologie mit reduzierter Farbtemperatur (max. 5000 K).

In beiden Fällen kommt es auf die Spektralkurve und nicht auf die Farbtemperatur an.

Auswahlkriterien

An der LED-Technologie führt heute nichts mehr vorbei. Allerdings birgt diese Risiken, die bekannt sind und berücksichtigt werden müssen. Die Folgen dieser Risiken sind kumulativ und machen sich erst nach mehreren Jahren bemerkbar: Schädigung der Gesundheit der Augen, AMD, Retinitis, Katarakt … Dann ist es aber bereits zu spät.

Jedoch kann die LED trotzdem eine hervorragende Lichtquelle sein, sofern sie ganz präzise technische Kriterien erfüllt. LEDs sind Hochtechnologie-Produkte. Sie müssen drei physisch-biologische Kriterien berücksichtigen: den Lichteinfall von HEV-Blautönen auf die Retina, das Kontrastmanagement der Stäbchen und die Spektralsensibilität der Zapfen. Daraus sind drei konkrete Kriterien abzuleiten.

„ Auswahlkriterien 

EU-Richtlinie

Aus Gründen der Energieersparnis werden die meisten energieintensiven Lichtquellen schrittweise durch europäische Richtlinien verboten: Die Glühfadenlampen sind bereits verschwunden, Halogen- und Leuchtstofflampen verbleiben nur noch wenige Monate.

Danach wird es nur noch LED geben, wobei die LED bereits jetzt die vorherrschende Lichtquelle ist.

Für ältere Halogen-OP-Lampen und alte Deckenleuchten wird es bald keine Ersatzlampen bzw. ‑leuchtstoffröhren mehr geben. Der Trend geht zu umweltfreundlichem Licht.

OP-Lampen für die Zahnmedizin: VERORDNUNG (EG) Nr. 244/2009 (Durchführung der Richtlinie 2005/32/EG des Europäischen Parlaments und des Rates im Hinblick auf die Festlegung von Anforderungen an die umweltgerechte Gestaltung von Haushaltslampen mit ungebündeltem Licht) Verkaufsverbot für alle Halogenlampen ab dem 1.09.2018 durch Aberkennung der CE-Kennzeichnung

Deckenleuchten für Zahnarztpraxen: VERORDNUNG (EG) Nr. 245/2009 (Durchführung der Richtlinie 2005/32/EG des Europäischen Parlaments und des Rates im Hinblick auf die Festlegung von Anforderungen an die umweltgerechte Gestaltung von Leuchtstofflampen ohne eingebautes Vorschaltgerät, Hochdruckentladungslampen sowie Vorschaltgeräte und Leuchten zu ihrem Betrieb und zur Aufhebung der Richtlinie 2000/55/EG des Europäischen Parlaments und des Rates) Verkaufsverbot für praktisch alle Leuchtstofflampen ab dem 1.04.2019 durch Aberkennung der CE-Kennzeichnung

Damit führt an der LED nichts mehr vorbei. Jedoch muss man aufpassen, da ihr Basisspektrum atypisch und u. U. toxisch ist.

Toxizität

Nach der Anses-Studie bestätigt eine neue Inserm-Studie, dass LEDs schlecht für die Augen sind. Für die Organisation der Leuchtmittelhersteller ist das Desinformation.

Die staatliche Agentur für Lebensmittelsicherheit, Umwelt und Arbeitsschutz Anses schlug bereits vor fünf Jahren Alarm. Seit 2010 beharrt sie darauf, dass der hohe Blaulichtanteil, der für LEDs typisch ist, Verursacher von „toxischem Stress für die Netzhaut“ ist.

[…] Das staatliche Institut für Gesundheit und medizinische Forschung Inserm hat eine neue Studie mit Ratten durchgeführt, die sich in einem Käfig, der mit handelsüblichen LEDs beleuchtet war, frei bewegen konnten. Die Ergebnisse sind beunruhigend. Ihre Netzhautzellen waren nach und nach abgestorben. „Das LED-Licht ist sehr viel toxischer als Neonlicht“, so Alicia Torriglia, Forschungsdirektorin am Inserm und für diese Studie verantwortlich. „Wir behaupten hier natürlich nicht, dass sich das menschliche Auge wie ein Rattenauge verhält. Es kann aber viele Jahre lang mehrere Stunden am Tag dem oxidativen Stress der LED unterworfen sein. Wir befürchten eine vorzeitige Alterung der Augen bei der jungen Generation, die diesem Licht ein Leben lang ausgesetzt sein wird.

LED-Lampen stellen ein spezielles Risiko dar, das mit ihrem hohen Blaulichtanteil verbunden ist. Die entsprechende Norm wurde nicht für LEDs gemacht. „Die Entwicklung der Normen hinkt hinter der technischen Entwicklung hinterher“, beklagt Alicia Torriglia. Von der Gesetzgebung werden LEDs nicht berücksichtigt. Der oxidative Stress, der für die Zerstörung der Netzhautzellen verantwortlich ist, kann im Rahmen der üblichen Tests nicht nachgewiesen werden.

Source : Que choisir (septembre 2015)

Jedem Spezialisten seine Beleuchtung!

Bei Zahnbehandlungen unterscheidet sich die Beleuchtung, die für perfektes und erholsames Arbeiten erforderlich ist, je nach konkret ausgeübter Tätigkeit. Eine Rolle spielen:

  • die Sehschärfe,
  • die Genauigkeit des Bilds, das von den Stäbchen des Auges wiedergegeben wird,
  • der Grad der Erkennung von Farben, Blut und Weichteilen, die Transparenz, Opaleszenz und die Mikrogeometrie der Zähne.

Die richtige Kombination von Leistung und Spektrum der OP-Lampe macht den Erfolg der Beleuchtung aus.

Allgemeine Zahnmedizin

  • perfekte Farbbestimmung
  • moderate HEV-Blautöne
  • gute Sehschärfe

OP-Leuchte mittlere Leistung 4000 K
&
Pendelleuchte Nordlicht 5000 K

Ästhetische Zahnbehandlungen

  • perfekte Farbbestimmung
  • geringer HEV-Blaulichtanteil
  • hervorragende Darstellung mit einer OP-Leuchte mit geringer Leistung

OP-Leuchte geringe Leistung D65
&
Pendelleuchte Nordlicht LUX+ D65

Zahnchirurgie

  • perfekte Darstellung von Blut und Geweben
  • hohe Sehschärfe
  • Weichteile mit geringerer Lichtreflexion

OP-Leuchte hohe Leistung 4000 K
&
Pendelleuchte LUX+ 5000 K

Kieferorthopädie

  • genaueste Wahrnehmung der Zahnoberfläche
  • keine Fotopolymerisation beim Kleben
  • mittlere Sehschärfe

Optionale OP-Leuchte
&
Pendelleuchte Nordlicht LUX+ (5000 K oder D65)

Endodontie

  • systematischer Einsatz von Lupen und Mikroskopen
  • keine Verwendung von frontalen LED 6500 K, die viel blaues HEV-Licht emittieren

Pendelleuchte Nordlicht (5000 K)
&
Lichtquelle des Mikroskops (oder Lupen) mit gesicherter Blauspitze

Digital Zahnmedizin

Eine gelungene ästhetische CAD/CAM-Rekonstruktion setzt eine perfekte Sicht am Stuhl und das Vorliegen des permanenten Vergleichs mit den natürlichen Zähnen voraus:

  • Auswahl der Blockfarbe
  • Bestimmung notwendiger Korrekturen nach Bearbeitung durch Vergleich mit den natürlichen Zähnen
  • Durchführung des Make-ups

OP-Leuchte geringe Leistung D65
&
Pendelleuchte LUX+ D65

Unsere Produktlinie:

Degré K